Wichtiges vorab:​​

  1. Der Winterschlaf dauer von circa November/Dezember bis April. In der Zeit wohnt der Igel im Gehege in Ihrem Garten.
  2. Wenn Sie Ihren Garten bei den ersten Sonnenstrahlen in ein Kinderspielparadies umwandeln, ist er nicht für die Überwinterung geeignet.
  3. Der Igel wird bei Ihnen ausgewildert und nicht am Ende der Überwinterung weg gebracht. Er hat sich bei Ihnen eingelebt.
  4. Sie müssen durchgehend da sein oder einen Nachbar:in, Freund:in haben, die in Ihrer Abwesenheit einen Kontrollblick ins Gehege werfen kann, denn der Igel benötigt Futter und Wasser. Es kann sein, dass er im Winterschlaf aufwacht.

Kontrollierter Winterschlaf

Was ist eigentlich Winterschlaf?

Igel halten in Mitteleuropa von etwa November bis März/April Winterschlaf, um die nahrungsarme kalte Jahreszeit zu überstehen. Sinkende Außentemperaturen (dauerhaft unter 5–6 Grad Celsius), kürzere Tage und Futtermangel leiten den Winterschlaf ein. Die Körpertemperatur sinkt von normal ca. 36 °C auf bis zu 5 °C ab, der Herzschlag verlangsamt sich stark auf wenige Schläge pro Minute.

Die Tiere verlieren während dieser Zeit etwa 30 % ihres Körpergewichts.

Der Winterschlaf verläuft nicht lückenlos. Alle ein bis zwei Wochen wachen Igel kurz auf, um Organfunktionen anzukurbeln und Giftstoffe abzubauen. Meist bleiben sie dabei im Nest. Steigt die Außentemperatur im Winter oder Frühlingsanfang an, erwärmt sich der Igelbau und vortäuscht den Frühling. Die Tiere werden aktiv und suchen nach Nahrung. 

Wenn es aber nur ein paar Tage warm ist, werden diese Tiere keine Nahrung finden. Sie können die Tiere mit einem Futterangebot unterstützen. Bei auffälligen Tieren (tagaktiv, sehr abgemagert, Wunden, sehr klein)  kontaktieren Sie bitte unsere Igelstation!

 

Hierauf ist zu achten:

Ausstattung

Unterbringung

Fütterung

Reinigung

  • Das Gehege leihen wir Ihnen. Es ist klappbar und hat einen Deckel
  • Das Gehege muss nach unten rund herum und nach oben abgesichert werden. Siehe Fotos.
  • Ein Kleintierhäuschen aus Holz mit Luftlöchern zum Schlafen (Löcher dienen zur Vermeidung der Entstehung von Kondenswasser und Schimmel)
  • Nistmaterial: Kleintierstreu, Stroh, Laub (kein Heu oder Zeitungspapier verwenden, da Gefahr von Schimmelbildung besteht)
  • flache Keramiknäpfe für Futter und Wasser 
  • im Freien, Garten, Balkon oder Terrasse 
  • Temperatur = Außentemperatur (Igel schlafen meist ab den Minusgraden) 
  • unter  Futterstelle Zeitung auslegen
  • viel Stroh und Laub im Haus – gerne Stroh und Laub drum herum so bastelt er noch selbst
  • Igel sind Einzelgänger – ein Igel pro Überwinterungsquartier!
Achtung: Das Gehege wird vermutlich bis April, Mai in Ihrem Garten stehen. Bitte stellen Sie es nicht auf den „Spielplatz“ Ihrer Kinder!
  • hochwertiges Katzentrockenfutter bereitstellen (Igel haben bei milden Temperaturen kurze Wachphasen)
  • auf Nassfutter verzichten (kaltes Nassfutter kann beim Igel zu Verdauungsproblemen führen)
  • Wasser
  • generell frisst der Igel noch Folgendes: Insekten, Hackfleisch gebraten (ohne alles), Rührei, Drohnenbrut, Frostmäuse, Hühnenbeine (kurz überbrüht, nicht gekocht)
  • Zeitung unter der Futterstelle nach Bedarf wechseln
  • Nistmaterial vor dem Schlafquartier nach Bedarf wechseln
  • im Schlafquartier wird keine Reinigung durchgeführt solange der Igel schläft