Ich arbeite als Praxismanagerin in unserer Tierarztpraxis in Bonn, Kessenich. Mich unterstützt unser ganzes Praxisteam und ich arbeite eng mit der Igelhilfe Haunhorst zusammen.
Daneben gibt es noch Pflege- und Auswilderungsstellen, die mir immer wieder Igel abnehmen, die nicht an ihren alten Platz können. Und natürlich gibt es auch immer wieder Menschen, die meinen spontanen Aufrufen nach alten Zeitungen u.Ä. folgen.
Die Igelstation betreut verletzte und abgemagerte Igel und Igelbabies.
Zu den Igel bin ich durch Facebook gekommen. Wir haben am 27.6.2019 folgenden Text dort veröffentlicht:
„Liebe Gartenfreunde,
das ist bereits der zweite Igel, der mit einer Schnauzenverletzung zu uns kommt. Den ersten hat es weiter unten erwischt, die halbe Nase und die Augen waren weg. Der kleine Kerl war nicht mehr zu retten. Die Dame auf dem Bild bleibt jetzt erstmal bei uns, wird antibiotisch versorgt und gepäppelt und dann wieder in die Natur entlassen.
Warum schreibe ich das?
Weil das typische Rasenmäherroboter-Verletzungen sind.
Daher unsere große Bitte: Lassen Sie Ihren Roboter nicht nachts laufen. Igel laufen nicht weg, sondern rollen sich ein und das ist oft ihr Todesurteil.
Meistens bremsen die Roboter auch nicht oder weichen aus wie es so schön in der Beschreibung steht. Sonst hätten wir diese Verletzungen nicht.
Wenn Sie jemanden kennen, der einen Roboter hat, bitten Sie ihn, den nicht nachts laufen zu lassen.
Helfen Sie uns, die Bonner Igel zu retten!“
Dieser Beitrag ging viral, es gab mehr als 2.000 Kommentare, er wurde 30.000x geteilt und unzählige Male gelikt. Und die Presse kam auf uns zu (siehe Presse). Daraufhin kamen Menschen mit verletzten Igeln zu uns. Wir konnten diese aber nicht auf der „normalen“ Station unserer Praxis halten. Dann haben wir die Garage neben der Praxis freigeräumt und dort ist jetzt die Igelstation.